Heben wir Hessens Schulen auf die dritte Stufe.

Junge Menschen sind die Zukunft von Hessen. Sie werden die Zukunft gestalten, für Wohlstand sorgen und unsere Gesellschaft prägen. Umso fataler ist es, dass Hessen im neuen INSM-Bildungsmonitor auf Platz 10 gelandet ist und damit im 5 Jahresvergleich stagniert. Der Bildungsmonitor zeigt einige der Probleme recht deutlich, die ich hier ansprechen will.

Lehrermangel
Mittlerweile beschweren sich selbst die Schülerinnen und Schüler über eine Mangelversorgung mit Lehrkräften. Denn dadurch kommt es zu einem massiven Unterrichtsausfall, an dem nicht mal mehr Schülerinnen und Schüler Spaß haben, weil diese auch wissen, wie wichtig ein guter und regelmäßiger Unterricht für ihre Zukunft ist. Das Versagen der Landesregierun zeigt sich auch bei der Schüler-Lehrer-Relation. Im Bundesvergleich steht Hessen dort im Bereich der Sekundarstufe I ohne Gymnasien sogar auf dem letzten Platz. Wir brauchen also dringend mehr Lehrer, denn je individueller und damit besser der einzelne Schüler betreut wird, umso besser kann dieser auch seine Potenziale voll ausschöpfen. Dieses Problem zu ignorieren und zu relativieren, wie es Kultusminister Lorz und die Regierung aus CDU/Grünen in Hessen macht, hilft dabei niemandem weiter. Übrigens haben die Freien Demokraten schon gezeigt, dass wir es besser können – nämlich mit der 105%igen Lehrerversorgung zur Zeit der liberalen Kultusministerinnen zwischen 2009 und 2013.

Internationalisierung
Ein weiteres Problem stellt der Bereich Internationalisierung dar, hier belegte Hessen Platz 15 (den vorletzten Platz). Wir müssen Fremdsprachen also besser fördern, besonders an Grundschulen, aber auch Berufsschulen liegen hier Potenziale. In Verbindung mit Sprachreisen und Schüleraustauschen kann diese bessere Förderung dann zu einer besseren Völkerverständigung führen. In diesen Zeiten, wo viele Menschen mehr Abschottung als Verständigung suchen, wäre diese Maßnahme sicherlich ein gutes Zeichen.

Digitalisierung
Auch beim Thema Digitalisierung ist Hessen leider nicht mehr als Durchschnitt. Zum Beispiel gibt es in Hessen nur etwa an jeder fünften Schule WLAN. Die Digitalisierung bestimmt aber bereits das Leben vieler junger Menschen und wird insbesondere ihr späteres Arbeitsleben prägen. Es wird Zeit, dass wir die Schule endlich an das Leben der Schülerinnen und Schüler anpassen und die Institution Schule in die Lebensrealität zurückholen. Deswegen brauchen wir eine bessere Digitalausstattung in den Schulen und eine ausreichende Ausbildung im Umgang mit digitalen Medien der Lehrkräfte. Das ist Voraussetzung dafür, dass Deutschland Anschluss an die Digitalisierungsvorreiter weltweit halten kann.

Ausgabenpriorität
Die geringe Wertschätzung von Schwarz-Grün gegenüber dem Thema Bildung zeigt sich auch bei der Ausgabenpriorität. Im öffentlichen Ausgabenverhalten hat die Bildung in Hessen die drittniedrigste Priorität im Vergleich mit allen anderen Bundesländern. Es wird Zeit, dass das Thema Bildung wieder die Priorität bekommt, die das Thema verdient.

Bringen Sie Hessen mit uns auf die nächste Stufe!